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Iridium (Ir)

Iridium
Iridium hat die zweithöchste Dichte aller Elemente, den zweithöchsten Schmelzpunkt unter den Platingruppenmetallen und den höchsten E-Modul aller kubisch-flächenzentrierten Metalle. Iridium hat eine hohe Festigkeit und Härte (HV 240), weshalb eine Umformung nur bei hohen Temperaturen, etwa 1.100-1.500 °C, erfolgt. Selbst bei Temperaturen um 2.000 °C hat Iridium eine hohe mechanische Festigkeit. Eine Bearbeitung, zum Beispiel Drehen/Fräsen ist, aufgrund der Sprödigkeit des Metalls, praktisch nicht möglich. Gegen Korrosion wird Iridium als beständigstes Metall bezeichnet: gegen Säuren, inklusive Königswasser, ist es resistent und hat die höchste Beständigkeit aller Metalle gegen Oxidschmelzen. Lediglich von Salz- und in geringerem Maße Alkalihydroxidschmelzen unter oxidierenden Bedingungen wird es angegriffen. Bei Raumtemperatur ist es gegen Oxidation an Luft beständig, bildet jedoch bei Temperaturen > 800 °C Oxide, die ab ca. 1.000 °C flüchtig sind. In Verbindungen weist Iridum Wertigkeiten von -1, 0, +1, +2, +3, +4, +6 auf, wobei die Oxidationsstufen +1 und +4 am häufigsten sind. Iridium wird als Bestandteil in Legierungen mit den restlichen Platingruppenmetallen, vornehmlich mit Platin selbst, verwendet. Iridium verleiht den Legierungen eine höhere Härte und Korrosionsbeständigkeit. Bauteile und Halbzeuge aus Platin-Iridium-Legierungen werden von Heraeus zum Beispiel für die chemische Industrie und Raumfahrttechnik hergestellt. Aufgrund der Temperaturstabilität und der hohen Korrosionsbeständigkeit des Metalls, fertigt Heraeus z.B. Tiegel aus Iridium zur Züchtung hochschmelzender oxidischer Kristalle.
Iridium
Werkstoffeigenschaften:
  • Die gute korrosive und thermische Stabilität unter inerter Atmosphäre machen Iridium zum bevorzugten Material für Oxidschmelzen
Einsatzmöglichkeiten:
  • Tiegel für Kristallzucht; thermisch stark beanspruchte Bauteile